Oberbayern
Oberbayern ist der größte von 7 bayerischen Regierungsbezirken. Insgesamt leben ca. 4,3 Millionen Menschen in unserem Bezirk. Oberbayern ist in 3 kreisfreie Städte (München, Ingolstadt, Rosenheim) und 20 Landkreise wie beispielsweise Erding und Ebersberg aufgeteilt.
Die erste geschichtliche Erwähnung Oberbayerns ist bis zum Jahr 1255 zurück zu datieren. Ludwig der Strenge hatte zu der Zeit ein selbständiges Herzogtum Oberbayern geschaffen. Weitere Gebietsreformen gab es in den Jahren 1340 und 1392. Wobei bei der letzteren ganz Bayern in drei Gebiete aufgeteilt wurde. Vormachtstellung erhielten dabei Bayern-München und Bayern-Ingolstadt. Die aus Verwaltungszwecken später eingeführten Rentämter wurden mit der Verfassungsreform von 1808 im Konzept des bayerischen Königsreiches in Kreise aufgeteilt und ähnelten damit erstmals den heute bekannten Regierungsbezirken. So auch in Oberbayern. Die bis dahin bayerischen Kreise und deren Flussnamen wie beispielsweise der Isarkreis ließ König Ludwig I. 1837 so umbenennen, dass die Namen der bayerischen Landesteile ihrer Geschichte gerecht wurden. Seither wird unser Regierungsbezirk Oberbayern genannt.
Als Vorsitzender der SPD Oberbayern bin ich stets in ganz Oberbayern unterwegs. Von Nod nach Süd, von West nach Ost nehme ich zahlreiche Termine außerhalb meines eigenen Wahlkreises Erding-Ebersberg wahr. Deshalb weiß ich sehr gut um die Erfolge aber auch Schattenseiten unseres schönen Bezirks. Oberbayern erwirtschaftet nach der Freien Hansestadt Hamburg das zweithöchste BIP je Einwohner und ist damit eine der wirtschaftlich stärksten Regionen Deutschlands. Auch die Arbeitslosenquote ist in Oberbayern im Vergleich zum Rest der Republik gering. Das ist erfreulich, dennoch kenne ich die Probleme, die viele Menschen auch in Oberbayern haben. Bezahlbarer Wohnraum ist gerade in Städten wie München und im Münchner Umland kaum noch zu bekommen. Darunter leiden vor allem Familien und Alleinerziehende. Auch in Oberbayern erleben wir in den Wirtschaftssektoren des produzierenden Gewerbes und im Sektor der Dienstleistungen, dass Leiharbeit und niedrig bezahlte Arbeit wachsen. Das kann auf Dauer nicht gut sein, weder für die Prosperität unseres Bezirkes noch für die Menschen, die in ihm leben. Mein Ziel ist es, mit Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Kommunen in ganz Oberbayern darüber ins Gespräch zu kommen und Lösungen zu erarbeiten. Wirtschaftliche Stärke, soziale Absicherung und ein positives Heimatgefühl dürfen dabei nicht gegeneinander ausgespielt oder eines der drei priorisiert werden.
Quellen:
www.oberbayern.de
www.de.wikipedia.org/wiki/Oberbayern