Landkreis Erding
Der Landkreis Erding liegt im Nordosten des größten bayerischen Regierungsbezirkes Oberbayern. Die bayerischen Nachbarn Erdings sind im nordöstlich der niederbayerische Landkreis Landshut, östlich und südostlich der Landkreis Mühldorf und südlich der Landkreis Ebersberg sowie westlich die Landkreise München und Freising. Zusammen mit dem Landkreis Ebersberg bildet der Landkreis Erding den Bundeswahlkreis 215.
Geografisch untereilt sich Erding in drei Landschaftsformen: das tertiäre Hügelland im Norden und Osten, das eiszeitliche Moränengebiet im Süden und Südosten sowie das Erdinger Moos als Fortsetzung der Münchner Schotterebene.
Historisch kann der Landkreis Erding auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die ersten menschlichen Spuren konnten bereits 7000 v. Chr. Nachgewiesen werden. Allerdings können heute erst 5000 Jahre später größere Siedlungstätigkeiten mit Viehzucht und Ackerbau nachgewiesen werden.
Der Landkreis hat eine bewegte Geschichte. Währen die Kelten das Gebiet sei 500 v. Chr. beherrschten, nahmen römische Legionen das heutige Landkreisgebiet gegen 15 v. Chr. ein.
Die Römer hinterließen mehrere Straßenzüge, wie etwa den von Riegerau nach Langenpreising, der einen Teil der Fernverbindung Augsburg-Regensburg darstellt und den vom Chiemgau über Anzing, Altenerding, Langengeisling bis Berglern. Die Germanen hinterließen ihre Spuren durch die Schaffung der Flußtäler der Sempt und Strogen im 6. Jahrhundert.
Zur Sicherung der Verbindung zwischen den Hauptorten München und Landshut wurde etwa 1230 die spätere Stadt Erding als Schutzfeste gegründet. In der Teilung Bayerns von 1255 kamen die Gerichte Erding und Dorfen zu Niederbayern.
In den Jahren 1503 und 1504 verwüstete der Landshuter Erbfolgekrieg das Land. Eine schwere konfessionelle Krise erwuchs dem Land Mitte des 16. Jahrhunderts, als sich der reichsunmittelbare Graf von Haag aus dem Geschlecht der Fraunberger, die in der Erdinger Gegend ihren Stammsitz hatten, der Reformation anschloss. In den Jahren nach dem Dreißigjährigen Krieg gelangte die Erdinger Bevölkerung zu bedeutendem Wohlstand.
1803 wurde das Landgericht Erding errichtet, das während der Reformen von Montgelas ab 1808 zum Isarkreis und ab 1838 zum Kreis Oberbayern gehörte. Das Leben richtete sich vorrangig nach München hin aus. 1862 wurde aus beiden Landgerichtsbezirken das Bezirksamt Erding errichtet, das ab 1939 als Landkreis bezeichnet wurde.
Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ist geprägt von Wiederaufbau und Eingliederung von rund 10.000 Heimatvertriebenen.
Bei der Gebietsreform 1972 wurden dem Landkreis Erding im Südosten einige Gemeinden der Landkreise Wasserburg und Mühldorf eingegliedert. Damit erreichte er seine heutige Ausdehnung.
1992 wurde der neue Flughafen München im Erdinger Moos eröffnet. In der Folge kam es zu einem spürbaren Anwachsen der Bevölkerung, einer konstant niedrigen Arbeitslosenquote und der Ansiedlung neuer Betriebe. Heute ist unser Landkreis vorwiegend geprägt durch ländliches Bild, in dem sich Landwirtschaft, Handwerk und gewerblicher Mittelstand ergänzen.
Die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis Erding hat viele positive Effekte aber leider auch einige negative Folgen. Die Verkehrsbelastung der Stadt Erding hat seit der Eröffnung des Flughafens massiv zugenommen. Der geplante S-Bahn-Ringschluss in Kombination mit der Regionalbahn-Anbindung ist bisher nicht vorangekommen. Bisher hat die bayerische Staatsregierung verkehrspolitisch andere Prioritäten gesetzt. Das ist für die Menschen vor Ort katastrophal. Bezahlbarer Wohnraum wird im Landkreis Erding für viele Menschen zur neuen Herausforderungen. Diese Themen nehmen einen Großteil meiner politischen Arbeit ein.
Quellen:
www.landkreis-erding.de
www.de.wikipedia.org/wiki/erding
